Über uns

© ThomasNeukumPhotography
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Berlinelles, das sind drei Frauen der „Mittwochrunde“. Kaffeerunde? Nein, Chemorunde! Anfang des Jahres 2015 erhielten wir die Diagnose Brustkrebs.
Wir hatten das Glück, die Therapien im Brustkrebszentrum mittwochs in gleichem Rhythmus zu erhalten und wollten die Chemo eigentlich unter dem Motto „Augen zu und durch“ schnell hinter uns bringen. Bei jeder Runde saßen wir nicht weit voneinander entfernt, so dass wir gut quatschen und uns gegenseitig Zuspruch geben konnten. Wie ein Team das halt macht. So stellten wir fest, dass uns neben dem Alter auch andere Gemeinsamkeiten verbanden: das starke Bedürfnis nach Information und Aufklärung, eine ganzheitliche Betrachtung der Krebserkrankung aber auch die Lebensfreude und unser Humor. Wir merkten, wie hilfreich und notwendig Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten sind und suchten nach einem geeigneten Forum, aber bitte jenseits von deprimierenden und auf die Krankheit reduzierten Beiträgen in Heften und im Internet. Wir bleiben aber realistisch und wollen hier auch nicht die Krankheit schön reden. Was bringt diese mit sich? Welche Problemen tauchen im gesamten sozialen Kontext mit auf? Wo finde ich Unterstützungen, Begleitung, Lösungen?
Vorbild und Inspiration dafür wurde die Zeitschrift „Rose“ aus Frankreich. Inzwischen haben wir unsere privaten und beruflichen Leidenschaften wieder aufgenommen. Das Leben wird nie wieder so, wie es einmal war, es ist ein anderes!
Mit diesem Blog wollen wir unser Wissen, Erlebnisse
und Erfahrungen mit interessierten Menschen teilen.
Wir sind Betroffene und keine WissenschaftlerInnen, dennoch werden wir zu SpezialistInnen, die aber keine Verantwortung im Sinne medizinischer Tauglichkeit übernehmen können. Wir wollen Tipps und Informationen geben, positive Impulse setzen und Herausforderungen offen ansprechen, aber in unseren Beiträgen subjektiv bleiben.
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KATJA

Seit 17 Jahren lebe ich in Berlin. Eine Woche nach meinem 38. Geburtstag wurde ich mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Es folgten OP, Chemo, Bestrahlung, Reha und 5 Jahre Tamoxifen. Von Beruf Sozialarbeiterin in der Behindertenhilfe habe ich mich immer mit den Handycaps von anderen Menschen beschäftigt. Auf einmal war ich selbst krank und musste im Leben innehalten. Schnell wurde mir klar, dass ich nicht alles passiv über mich ergehen lassen will, sondern aktiv an meiner Gesundung mitwirken will. Die Themen Ernährung und Bewegung waren von Anfang an von großer Bedeutung für mich. Davon berichte ich in meinen Beiträgen. Meine Sichtweisen und Einstellungen haben sich seit der Erkrankung verändert, das Leben hat mehr Tiefe bekommen. Manche Erfahrungen sind schmerzvoll, andere bereichernd.

 

 

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MASCHA

2005 zog ich aus Wien nach Berlin. Mit 38 bekam ich meine Krebsdiagnose, mein Kind war noch nicht ganz dreieinhalb Jahre alt. Nach einer Chemotherapie folgten Operation, Bestrahlung, Herceptin und Tamoxifen, also fast volles Programm. In meiner Kolumne greife ich teilweise auf Erfahrungen zurück, die ich als Krebspatientin mache und machte. Eine humorvolle Verarbeitung dieser soll das Menschliche, Allzumenschliche herausstreichen und Verurteilungen unterlassen. Trotz Schweißausbrüchen und Panikattacken bin ich am Austausch interessiert!

 

 

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ANNE

Ich bin 35. Französin, und lebe seit mehr als 11 Jahren in Deutschland. Berlin ist meine zweite Heimat. Ich war 32 Jahre alt als diese tolle Diagnose kam. Ich Krebs? Ha! Nö – da verwechseln Sie mich bestimmt mit einer anderen Patientin! Ich esse doch Bio, mach Sport und rauche nicht! Und außerdem habe ich noch im Leben eine Menge vor! Ein bisschen Zeit habe ich gebraucht um zu verstehen. Nun versuche ich das Leben umso mehr zu genießen, aber die Krankheit bringt unheimlich viele Challenges mit sich! Trotz allem muss den Alltag nie an gutem  und Musik fehlen. Für Berlinelles schreibe ich immer wieder gerne über den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben, Sport und Mode!