Genuss

In die Pilze fertig los!

Es ist Herbst und wieder Pilzzeit! Entweder man mag sie oder nicht. Und das Sammeln macht auch nicht jedem/r Spaß. Wie wertvoll ein Waldspaziergang ist haben wir bereits in einem der letzten Beiträge beschrieben.

Pilze gehören weder dem Pflanzen- noch Tierreich an, sondern bilden im Stammbaum des Lebens ein eigenes Reich. Neben den ungeliebten Schimmelpilzen im Haushalt schenkt uns die Natur köstlich schmeckende Waldpilze, die bei feuchtem und warmem  Wetter nur so aus der Erde sprießen.

Doch Vorsicht: Nicht alle Waldpilze sind genießbar, manche sogar giftig. Viele Speisepilze haben gefährliche Doppelgänger, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sehen und zu einer Pilzvergiftung führen können. Wer sich mit dem Sammeln von Pilzen nicht auskennt oder unsicher ist, sollte sich einer Gruppe Gleichgesinnter unter fachkundiger Führung anschließen oder eine Pilzberatungsstelle aufsuchen. Verlasst euch nicht auf Pilzbücher oder gar Pilzbestimmungsapps. Eine Pilzvergiftung kann zum Tode führen!

Festes Schuhwerk, regensichere Kleidung einen Spankorb und ein kleines Messer sollte man/frau dabeihaben. Es gilt die Regel, dass nur für den Eigenbedarf gesammelt wird. Alte, verfaulte oder zu kleine Pilze sollten am Fundort belassen werden. Pilze werden nicht herausgerissen, sondern sanft herausgedreht oderunten abgeschnitten. Das unterirdische Pilzgeflecht, das Myzel, darf nicht zerstört werden.

Pilze werden auch als „Fleisch des Waldes“ bezeichnet und sind für vegan und vegetarisch lebenden Menschen bestens geeignet. Einerseits enthalten sie fast kein Salz, sind cholesterinfrei und zudem kalorien- und fettarm. Sie gehören zu den Powerlieferanten für wertvolle Vitalstoffe. So sind sie zum Beispiel eine wichtige Quelle für die Versorgung unseres Körpers mit Eiweiß oder den Vitaminen der B-Gruppe. Darüber hinaus enthalten sie auch beachtliche Mengen an Mineralien, Spurenelementen und Ballaststoffen.

Champignons aus dem Supermarkt oder Zuchtpilze aus Farmen verfügen auch über diese gesundheitsfördernden Eigenschaften. Das Aroma von Waldpilzen schlägt dieses aber um Längen. Ich finde, es sind kaum Gewürze notwendig. Lasst dieses erdige Herbstaroma Leib und Seele wirken…

Zum Nachkochen und Inspirieren habe ich auch wieder ein passendes Rezept für euch:

Herbstliche Pilzpfanne

Zutaten für 2 Personen:

1 Pfund Waldpilze

1 Packung Schupfnudeln, Gnocchi o.Ä.

100 g Butter oder neutrales Öl

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe, wer mag

Ein paar Blätter Salbei, eine Handvoll Petersilie

Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Pilze verlesen, putzen und waschen.

Zwiebel schälen, würfeln und in heißem Fett glasig dünsten. Knoblauch zerdrückt dazugeben.

Pilze zugeben und ca. 15 Minuten schmoren. Salbeiblättchen mit in die Pfanne.

Teigwaren zufügen. Das Wasser von den Pilzen sollte schon fast verdunstet sein.

Die Teigwaren mitbraten, bis diese knusprig werden. Salzen und pfeffern.

Auf Tellern anrichten und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Guten Appetit!

Ich hoffe, Ihr könnt auch dem Herbst ein paar schöne Seiten abgewinnen.

Viele Grüße Katja

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