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Tipp unserer Yogini Carole

Sich endlich Zeit nehmen, um sich zu konzentrieren…

 … Aber auf was? Auf nicht eben! Heute posten wir den neuen Beitrag unserer Yogini Carole!! Here you go!

Sich Zeit nehmen um zu atmen, um zu spüren…

Lernen sich  zu konzentrieren, sich zu zentrieren.

Viele von uns sind schon daran gewöhnt, sich auf irgendwelche Tätigkeiten zu konzentrieren, zum Beispiel bei der Arbeit! Es heißt, dass wir die Konzentration mit einer Tätigkeit, die zu einem bestimmten Ergebnis führen soll, verbinden. Konzentration bei der Arbeit oder zum Beispiel, beim Fahrrad fahren… Wir verbinden also die Konzentration mit einer Tätigkeit, mit einer Aktion, die ein bestimmtes Ziel erfüllen soll. Bis dahin gehört die Konzentration dem Reich der Aktion/Reaktion, anders gesagt, dem Reich des Sympathikus. In unserem Leben  pendelt unser Nervensystem zwischen Aktion/Reaktion also Spannung (Sympathikus) und Entspannung (dem Parasympathikus). „Die sympathischen und die parasympathischen Anteile arbeiten in gegenseitiger Ergänzung (teils antagonistisch, teils synergistisch). Über den Sympathikus werden hauptsächlich leistungsfördernde (ergotrope) und über den Parasympathikus hauptsächlich erholungsfördernde (trophotrope) Signale gegeben.“ Siehe weitere Infos zum Nervensystem hier.

Eine Person, die zu viel agiert oder reagiert, die unter ständiger Anspannung lebt, wird bald nicht mehr schaffen, sich Zeit nehmen, um zur Ruhe zu kommen, selbst wenn sie völlig übermüdet ist. Und so läuft sie Gefahr, dem so genannten Burn–Out zum Opfer zu fallen. Der Körper ist müde, aber in solcher Dauer-Entspannung, dass die Ruhe nicht mehr einkehren kann, bis zu dem Punkt, wo der Körper Stop sagt. Jede Reaktion wird gelähmt, als ob, man erstarren würde, damit überhaupt eine Pause eintritt.

Wie können wir es vermeiden, ständig unter Spannung zu leben? Wie lerne ich, Pausen zu machen?

Denken wir an unsere Konzentration. Jede von uns hat sich schon konzentriert, aber dieses Mal ist das Objekt der Konzentration  die Ruhe und nicht irgendeine Tätigkeit. Im Sanskrit wird von „dharana“ gesprochen die Stufe bei den Yoga-Sutren von Patanjali vor der Meditation, also die Konzentration. Sich auf die Atembewegungen zu konzentrieren kann sehr hilfreich sein. Das Atmen geschieht natürlich von allein, aber die Atembewegungen wahrzunehmen und lernen, sie zu beobachten, kann sehr beruhigend wirken:  die kalte Luft die durch die Nase strömt, die Luft, die man ausatmet, und dabei, die Bewegungen des Bauches.

Und was tut mein Körper dabei? Wie sitzt mein Rücken, mein Nacken, meine Schulter? Bin ich gerade, Kopf in der Verlängerung der Wirbelsäule? Die Schulter weit weg von den Ohren? Und der Kiefer ganz weich und ganz locker?

Ich sitze in einer einfachen und bequemen Sitzstellung, dann kann ich meine Handflächen auf die Oberschenkel lassen mit den Händen nach der Decke oder dem Himmel gedreht. In dieser Position, nehme ich die Jnana Mudra ein. Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreise, die anderen Finger sind gestreckt und zusammen. Dabei atme ich tief ein und aus und konzentriere mich zusätzlich auf die Geräusche, die ich höre. Ich mache die Augen zu und spüre den Kontakt zwischen den Boden und meinen Körperteile, die mit dem Boden in Berührung kommen. Wenn es zu schwierig ist, kann man anfangen zu zählen. Wie lange halte ich beim Einatmen an? Zähle ich bis 2 oder 3 oder 4 oder 5? Das Gleiche für das Ausatmen ohne zu forcieren und dann fängt man wieder von vorn an… Beim Einatmen bis 3 oder 4 zählen, beim Ausatmen bis 3 oder 4 zählen. Wer damit anfängt, kann sich den Wecker stellen, für 10 oder 15 Minuten und man/frau kann allmählich die Zeit steigern aber langsam, sehr langsam, es dauert bis man/frau bei sich ankommt und die innere Ruhe entdeckt.

Viel Spaß damit und wir wünschen euch ein entspanntes Wochenende!

Carole

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