Neuroscience, Cancer, Storytelling
Tech & Innovation gegen Krebs

Krebs, Neurowissenschaft und Storytelling

Liebe Leserinnen und Leser!

Vor ein paar Wochen hatte ich das Glück, einen Vortrag von Martin Inderbitzin, Gründer von MySurvivalStory.org zu hören, der mich sehr bewegt hat.

Martin Inderbitzin von MySurvivalStory.org

Martin Inderbitzin

Martin hatte mit 32 Bauchspeicheldrüsenkrebs. Als er damals merkte, wieviel Kraft und Inspiration ihm die Geschichten von ehemaligen Krebspatienten geben, entschied er MySurvivalStory.org zu gründen. Martin und seine Frau Katarina kündigten ihre Arbeit und reisen seither um die Welt, um Krebspatienten zu treffen, erzählen und lassen erzählen und verbreiten dadurch Hoffnung und Kraft für andere Krebspatienten.

„next to the horrible statistics, an authentic story“

 

Das Ziel für Martin ist es, statt beängstigender Statistiken und Geschichten, positive und ermutliche Berichte zu verbreiten. Wir wissen es ja alle: die Ärzte sagen uns mit der Diagnose „bitte nicht googeln!“ 😉 Aber oft ist die Neugier und der Drang, sich zu informieren stärker, und man landet doch im Internet. Dort stolpert man über zahlreiche Horrorstorys und allgemeine Zahlen, die uns eigentlich nicht weiterbringen.

Martin und Katarina verbreiten Geschichten und stellen eine Bühne für Krebspatienten und ehemalige Krebspatienten zu Verfügung. Als Krebspatientin weiß ich selbst zu schätzen, wie wichtig es ist, von anderen zu hören, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind, und dennoch ihren Weg finden und diesem folgen.

„make use of that fear and anxiety“

 

Greig Trout aus UK zum Beispiel hat auch einen Blog gegründet und erzählt über „101 things to do“ nachdem man Krebs hatte:

 

Oder die Geschichte von Thalis, die uns daran erinnert, wie wichtig es ist, im hier und jetzt zu leben:

Weitere Stories, die Mut machen, findet ihr auf MySurvivalStory.org.

Mehr über die Geschichte von Martin und Katerina kann man durch ihren tollen Podcast erfahren. Dort taucht man ein in ihre Reise um die Welt, in der Suche nach Krebspatienten, die ihre Geschichte teilen möchten. Als Podcastliebhaberin habe ich den Podcast natürlich sofort abonniert und schon die ersten fünf Episoden gehört. Dadurch folgt man den Schritten der beiden, spaziert durch die Kulissen von MySurvivalStory.org und begleitet sie bei den Treffen mit Patienten.

My survival story podcast

Die Berlinelles sind auch u.a. mit dem Gedanken entstanden, Erfahrungen zu teilen um sich gegenseitig zu unterstützen. Deswegen hat mich der Vortrag von Martin besonders bewegt. Mit der Arbeit von Martin geht es aber nicht nur darum, die „Stories“ zu verbreiten, sondern auch darum, den Zusammenhang zwischen Geist und Körper zu belegen. Wir sind sehr gespannt, was daraus wird und wünschen Martin und Katarina alles Gute und ganz viel Erfolg für ihre sehr wertvolle Arbeit!

Bis ganz bald,

Anne

 

PS: Beitragsbild von Tarik Haiga für Unsplash