Maschas Kolumne

Ich will doch nur mal Unterhaltung!

Ich weiß ja nicht, wie ihr das so seht, aber ich habe das Gefühl, dass die Wahrscheinlichkeit, im Film, Fernsehen, Roman der Figur einer oder eines Krebskranken zu begegnen, enorm groß ist.

Letztens wollte ich mal wieder bei einem schönen Film entspannen. Dafür suche ich mir dann meistens etwas Romantisches aus, ein bisschen Drama, vielleicht sogar Komödie, also einfach eine entspannte Mischung. Die Handlung beginnt, die Figuren werden vorgestellt, der Freund von der Freundin, ihre Mutter, deren Nachbarin und die Professorin von…. und natürlich eine Krebskranke.

Die Quoten–Krebskranke!

Was ist das für ein Stilmittel?

Realitätsbezug!?

Und wenn schon, sind Betroffene aus der Zielgruppenforschung ausgeschlossen? Sind die einfach nicht wichtig? Es bringt uns Krebsis nichts, wenn diese Erkrankung in irgendwelchen Plots meist negativ verarbeitet wird. Soll heißen, dass es scheinbar für den Absatz, die Einschaltquote besser ist, wenn solche krebskranken Figuren von der Krankheit dahin gerafft werden. Also ohne Hoffnung und ohne Anbindung zum Stand der Forschung, also eben nicht realitätsnah!! ………………………….. Hoffe ich!!

Übrigens gibt es auch noch andere lebensbedrohliche Erkrankungen: Aids, Tetanus, Ebola, SARS – vielleicht lässt sich in Zukunft aus diesem illustren Fundus schöpfen und ein Protagonist aus einem Hollywood – Drama stirbt an Tetanus. Wäre ja interessant für die Impfdiskussion…

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