Genuss

Schokolade ist Gottes Antwort auf Brokkoli

…falls Ihr so denkt, möchte ich versuchen, das grüne Supergemüse hier ein bisschen aufzuwerten und in einem einfachen Rezept die Lust auf den  (rohen) Genuss zu wecken.

Dass Brokkoli gesund ist, ist nichts Neues. Während der Chemotherapie wurde uns von der Ärztin geraten „Essen Sie viel Brokkoli und überhaupt alles, was grün ist“. Was ja nicht falsch ist, als Ernährungsberatung aber doch etwas einseitig. Als interessierte Patientinnen haben wir uns ausgiebig mit dem Thema Ernährung und Krebs beschäftigt. Meine Erfahrungen möchte ich Euch in meinen Beiträgen näher bringen und zum Austausch anregen.

Brokkoli oder Broccoli ist eine mit dem Blumenkohl eng verwandte Gemüsepflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse.

Er ist besonders reich an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Zink und Natrium und Vitaminen wie B1, B2, B6, E und besonders Vitamin C und Provitamin A. Weiter enthält er zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe.

Brokkoli ist nicht nur super für die Stärkung des Immunsystems, sondern soll sogar Krebs vorbeugen und die Ausbreitung von Krebszellen eindämmen können. Er enthält Sulforaphan, ein Stoff, der den Körper dazu anregt, Entgiftungsenzyme zu bilden.

Die Ergebnisse stammen in den allermeisten Fällen aus in vitro-Studien. Das heißt, die Forscher*innen testen den Wirkstoff an Zellkulturen in Petrischalen im Labor. Die Ergebnisse sind deshalb nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragbar und auch ethisch schwierig.

Auch ohne gesicherte Datenlage ist aber völlig klar, dass eine obst- und gemüsereiche Ernährung in jedem Fall sinnvoll ist und bei der Krebsentstehung und -behandlung von großer Bedeutung ist.

Beim Kochen gehen oft viele wichtige Nährstoffe und Enzyme verloren. Eine rohköstliche Ernährung wird daher auch als „lebendige Nahrung“ bezeichnet. Sie zielt darauf ab, möglichst den vollen Nährstoffgehalt von unverarbeiteten Lebensmitteln zu nutzen. Einige Wirkstoffe werden durch zu starkes Erhitzen des Gemüses beschädigt und können ihre Wirkung nicht mehr effektiv entfalten. Beispielsweise sind die Enzyme, die das Antioxidans Sulforaphan im Brokkoli freisetzen, sehr hitzeempfindlich und werden beim Kochen schnell zerstört.

Übrigens sind nicht nur die feinen Röschen zum Verzehr geeignet, sondern auch die Blätter und der Strunk. Diesen aber zum Rohgenuss sehr klein schneiden. Falls ihr euch damit gar nicht anfreunden könnt, kann der Brokkoli auch ganz kurz in kochendem Wasser blanchieren  und danach sofort in eiskaltem Wasser abschrecken werden, oder ihn ganz kurz dünsten. Knackig ist er dann immer noch.

Hier findet ihr eine informative Übersicht. Vielleicht seid ihr erstaunt, was man alles so rohköstlich verzehren kann:

Ich kann nur empfehlen eine stärker rohkostorientierte Ernährung auszuprobieren. Schaut, was mit Eurem Körper passiert. Bei mir verringert sich dadurch die Lust auf fettige und süße Lebensmittel. Frau fühlt sich fitter und vitaler. Ich empfehle einen langsamen Einstieg zu Gewöhnung des Magens. Und immer gut kauen!

Letztes Jahr war ich in einem Hotel im Harz, indem dass Essen komplett rohköstlich ist.

Eine tolle Erfahrung auch in Kombination mit dem Wandern durch den Wald.

Rezept Schneller Raw Brokkoli Salat

Zutaten für 4 Portionen

1             Brokkoli

1             Apfel

1             Paprikaschote rot

1             Paprikaschote gelb

 

3 EL        (Apfel-) Essig oder Zitronensaft

3 EL        neutrales Öl

1 TL        Honig oder Agavendicksaft

1 EL        Senf

1              Handvoll Nüsse (Pinien-, Sonnenblumenkerne, Hasel-, Cashewnüsse, Mandeln)

Salz und Pfeffer

 

Das Gemüse waschen.

Den Apfel und die Paprikaschoten in Würfel schneiden.

Den Brokkoli in sehr kleine Röschen zerteilen. Die Blätter hacken, den Struck in kleine Würfel schneiden.

Dressing aus Senf, Honig, Essig, Öl, Pfeffer und Salz anrühren.

Alles vermengen und mindestens eine Stunde durchziehen lassen.

Nüsse oder Kerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und über den Salat geben.

 

Da Schokolade auch ein Superfood ist, zumindest die bittere ab 70% Kakaogehalt, könnt ihr euch schon auf das nächste Rezept freuen…