Genuss

Soja – ja gerne oder lieber nicht?

 

Tofu, Sojamilch, Sojasauce, Sojaöl, Sojasprossen…  kann ich diese Lebensmittel bedenkenlos essen oder sollte ich sie lieber meiden? Diese Frage stellte ich mir recht schnell bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung und Brustkrebs, später im Zusammenhang mit der Einnahme von Tamoxifen.

Die mögliche gesundheitliche Auswirkung oder gar eine Gefährdung wird gegensätzlich diskutiert. Hintergrund ist, dass Sojaprodukte unter anderem die Phytoöstrogene Genistein und Daidzein enthalten und eine hormonelle Wirkung, ähnlich wie das menschliche Hormon Östrogen, entfalten können. Aufgrund meines östrogenabhängigen Brustkrebses fühlte ich mich stark verunsichert. Da ich Vegetarierin bin, habe ich immer gerne Tofu gegessen oder Sojamilch getrunken. Die Ärztinnen im Krankenhaus und das medizinische Personal während der ambulanten Chemotherapie zuckten auf meine Fragen nur unwissend mit den Schultern. Durch eine innere Blockade habe ich die entsprechenden Lebensmittel konsequent gemieden.

Derzeit gibt es keine Studien an Menschen (nur an Ratten), die beweisen, dass der Konsum von Sojaprodukten einem Rückfall vorbeugen kann oder ob frau sich durch größere Mengen an sojahaltigen Lebensmitteln eher schaden könnte.

Ich habe für mich meine eigenen strengen Auflagen wieder etwas gelockert und konsumiere hin und wieder Soja, am besten in Bio-Qualität. Eine abwechslungsreiche und genussvolle Ernährung hat für mich inzwischen einen höheren Stellenwert, als krampfhaft auf etwas zu verzichten. So kann ich mittlerweile wieder ohne ein schlechtes Gefühl in meinen veganen asiatischen Lieblingsrestaurants essen gehen.

Katja

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